Die Junge Union Dortmund nimmt den Rücktritt des Verteidigungsministers zu

Guttenberg wehmütig aber mit Respekt zur Kenntnis. ” Hier hat sich ein

Politiker verabschiedet, der gerade wegen seiner Menschlichkeit beliebt war. ” , so

der JU- Vorsitzende Christian Hallmann.

Den Rücktritt hatte zu Guttenberg wegen des nicht abreißenden Drucks in der

Öffentlichkeit bezüglich der wissenschaftlichen Mängel in seiner

Dissertation eingereicht. In seiner Stellungnahme wies er darauf hin, dass

dem Einsatz und dem Leben der Soldaten eigentlich die Priorität in der

Berichterstattung gebühre.

Hierzu der Pressesprecher Ilja Rabinovitch: “Der scheidende Minister zeigt

damit ein weiteres Mal, dass Werte wie Anstand, Verantwortung und

Pflichtbewusstsein nicht nur leere Worthülsen sind, sondern mit Leben

gefüllt werden müssen. Der scheidende Minister hat durch seine

wissenschaftlichen Verfehlungen die Aufmerksamkeit auf seine Person gezogen.

Wenn er keine Möglichkeit mehr sehe, die Herausforderungen des Amtes

weiterhin zu meistern, da der Fokus nicht mehr auf dem politischen

Geschehen, sondern auf seiner Person liege, so zeigt dies Rückgrat und Konsequenz.”

Der Umgang mit den Standards des wissenschaftlichen Arbeitens durch zu

Guttenberg sieht auch die Junge Union als problematisch an. Dazu der

JU-Vorsitzende Christian Hallmann abschließend: ” Natürlich ist das

Erstellen eines Plagiats kein Kavaliersdelikt. Das muss jedem klar sein. Am

Ende ist jedoch seine Leistung als konservativer Politiker unbestritten. Es

ist sehr schade, dass Deutschland einen solchen kämpferischen und

durchsetzungsstarken Politiker verliert!”